Thomas Kahl

DSC_0621Seit 1973 betreibt Thomas Kahl den Judosport. Durch seinen Vater ist er zum Judo gekommen. Angefangen hat er allerdings mit dem Turnen. Hier war er auch schon in der Leistungsgruppe, trotz seines sehr jungen Alters. Aber irgendetwas muss ihn fasziniert haben am Judo, da er trotz Talent, welches ihm sein damaliger Turn-Trainer bescheinigte, die Sportart wechselte. Seine Trainer waren Wolfram Koppen (1964 Fünfter der olympischen Sommerspiele in Tokio), Rolf Schmoll (6. Dan) und sein Vater Leo Kahl (6. Dan und erster Trainer des mittlerweile sehr erfolgreichen Max Münsterberg, seiner Zeit mehrfacher Deutscher Meister). Besonders Rolf Schmoll hat durch seine außergewöhnliche technische Vielfalt in den vielen Trainings-Einheiten nachhaltig Eindruck auf Thomas Kahl hinterlassen. Rolf ist meiner Meinung nach der am meisten „underrated Coach“ in Deutschland gewesen.

Mittlerweile hat Thomas Kahl weit über 100 Wettkämpfe bestritten, bevor er als Mitte Vierzigjähriger seinen Wettkampf Judo-Gi an den Nagel hängte und sich ausschließlich als Trainer im Judo-Metier verdingt. Aber auch als Trainer hat der Träger des 4. Dan- Grads und Besitzer der Judotrainer B-Lizenz bereits mehrere Jahrzehnte Erfahrungen machen können. Angefangen irgendwann Ende der Achtziger Jahre und bis zum Ende seiner Wettkampf-Laufbahn immer parallel selbst trainiert und Training gegeben.

Als Wettkämpfer gelang ihm leider nie der große Coup. Zwei 3. Plätze bei Deutschen Meisterschaften, vier Jahre in der 1. Judo Bundesliga gekämpft (u. a. gegen den frisch gebackenen Olympiasieger Frank Wienecke), bei den „Oldies“ ein 7. Platz bei den Europameisterschaften und eben viele kleine „Achtungs-Erfolge“. Aber vielleicht gerade deshalb liegt es ihm sehr am Herzen, als Trainer seinen Schützlingen Judo beizubringen. Hier kann Thomas Kahl auch schon so einige „kleine“ Achtungs-Erfolge nachweisen. So wurde unter ihm sein damaliger Schüler Tobias Bendt einmal Deutscher Vizemeister und einmal Fünftplatzierter. Auch hat er viele Jahre den Weg von Dario Kurbjeweit-Garcia als Trainer begleitet, der 2016 Dritter der Deutschen Meisterschaft der Männer wurde, mehrere Medaillen bei European-Cups gewwann und im National-Team des Deutschen Judo-Bundes ist.

Judo ist ein Wettkampf-Sport. Für kleinere Judokämpfer soll es noch mehr eine Art Erfahrungs-Phase darstellen, für die etwas älteren geht es schon um den Sieg. Aber immer steht der Charakter des Judo im Vordergrund. Den Gegenüber nicht zerstören, sondern mit Hilfe der erlernten Techniken und ihrer Handlungsweise den Gegenüber besiegen und dennoch Respekt erweisen.

Judo ist nicht nur durch meine Judotrainer- Brille gesehen der beste Sport der Welt. Auch Sport- und Kinderärzte, Krankengymnasten und Ergotherapeuten bescheinigen dem Judosport ein sehr gutes Zeugnis als Mittel gegen Defizite in der Motorik, Koordination und Adipositas. Auch für Kinder und Jugendliche, die Erziehungs-Defizite und/oder Probleme haben, ist Judo ein gutes „Mittel“ sich wieder besser in der Gesellschaft zurecht zu finden.

Die drei (verkleinert)Als 1996 Sigung Christian Wulf Thomas fragte, ob er sich vorstellen könne, Judotraining für Kinder in seienr Kung-Fu Schule am Dehnheide Bahnhof anzubieten, war die grundsätzliche Idee geboren. Da es aber noch nicht klappte, fand das Team Wulf/Chafri/Kahl dann im September 1998 zusammen und seit dem gibt es eine Judoabteilung in Sasel. Mittlerweile heißt diese auch Judo Club Taiyo (Sasel) und gehört zu den erfolgreichsten Vereinen im U11/12 Wettkampfbereich im Hamburger Judo-Verband. 2010 belegte der JC Taiyo bei den Hamburger Meisterschaften der U11 in der Vereinswertung Platz 3. 2012 belebten die Taiyoraner sogar den 2. Platz, gleich hinter den „großen Bruder“ Bramfelder SV, einem ebenfalls von Thomas Kahl geleiteten Judo-Verein. 2016 erkämpften sich in der männlichen U12 zwei Taiyo Judo-Kämpfer als Kampfgemeinschaft mit den Bramfelder Freunden sogar die Titel der Hamburger Mannschaftmeisterschaften.

Judo ist mehr als nur ein Sport. Wer über (sehr) viele Jahre diesem besonderen Sport treu bleibt, wird es merken. In seiner Charakter-Entwicklung, in seiner körperlichen Entwicklung und nicht zuletzt auch darin, wie ein Judosport-betreibender mit anderen Menschen umgeht. Egal ob privat oder im Beruf!

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